• Wir wären andere Menschen

    Deutsch (ohne Untertitel)

    Der Fahrlehrer Rupert Seidlein (Matthias Brandt) stolpert durch sein Leben. Als Kind wurden seine Eltern und sein bester Freund von zwei Polizisten vor seinen Augen erschossen; die Beamten kamen ungestraft davon. Seitdem versteckt er sich in einer Blase aus Alltag, Verdrängung und gelegentlichen Besäufnissen im Vereinsheim. Dass die Täter von einst als angesehene Bürger weiterleben, ignoriert Rupert zunächst. Doch als sich Wut und Schmerz nicht mehr länger unterdrücken lassen, droht Ruperts Blase zu platzen ...

    HEIMSPIEL zeigt nur in absoluten Ausnahmefällen TV-Produktionen. Das Psychodrama Wir wären andere Menschen ist ein Ausnahmefilm von einem Ausnahmeregisseur: Radikaler als Jan Bonny erzählt kaum jemand in Deutschland seine*ihre Geschichten. Sein lebensnaher Blick auf die Abgründe, die sich hinter der „heilen Welt“ in der Mitte der deutschen Gesellschaft auftun, ist in seiner Intensität und Kraft kaum zu überbieten – und wird noch verstärkt durch das schonungslos authentische Spiel von Matthias Brandt, dem HEIMSPIEL 2018 eine Hommage gewidmet hat.

    Anschließendes Gespräch mit Regisseur Jan Bonny, Darstellerin Aenne Schwarz und dem Publikum über den Film!

  • Jan Bonny

    Seit der ersten Ausgabe 2009 legen wir unseren Fokus auf mutige und ungewöhnliche Produktionen jenseits etablierter Mainstream-Konzepte. Als einer der eigenwilligsten Regisseure des gegenwärtigen deutschen Films hat Jan Bonny das Festival von Beginn an begleitet. Mit seinem Langfilm-Regiedebüt Gegenüber (HEIMSPIEL 1) meldete er sich erstmals bei uns zu Wort. Seither begeistern uns seine kompromisslosen Kino- und TV-Produktionen immer wieder: 2010 zeigten wir die Dokumentation Ich, Ringo und das Tor zur Welt (HEIMSPIEL 2), 2013 sorgte Bonny mit seiner surreal-realistischen Polizeiruf-Folge Der Tod macht Engel aus uns allen (HEIMSPIEL 5) für Furore. 2016 brachte er gemeinsam mit Bibiana Beglau und Joachim Król das Psychodrama Über Barbarossaplatz (HEIMSPIEL 8) nach Regensburg. Letztes Jahr feierte er mit uns die Jubiläumsausgabe und stellte die schonungslose NSU-Parabel Wintermärchen (2018) im Ostentorkino vor. Wir freuen uns riesig, ihn auch dieses Jahr im Rahmen der TRANSIT-Ausgabe begrüßen zu dürfen!

  • Pressestimmen

    „Im Film wird Rupert von der Kamera begleitet wie von seiner Vergangenheit: Stets sitzt sie ihm im Nacken. Macht ihn zum Gejagten, zum Getriebenen. Es sind intensive Szenen im Close-up, die Panikattacken und Tagträume Ruperts zeigen. Ein Trigger – und die Vergangenheit ist wieder da.“
    MANNHEIMER MORGEN

    „Es ist eine hohe Kunst, einen Film so authentisch, so lebensnah aussehen zu lassen, als hätte er auf jede Kunst verzichtet. Und Matthias Brandt ist einfach meisterhaft schaudernd echt.“
    FESTIVAL DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN

  • Trailer