Matthias Brandt zu Gast bei HEIMSPIEL 10!

Im Rahmen unserer Jubiläumsausgabe 10 (14.-21. November 2018) ehren wir mit Matthias Brandt eine weitere herausragende Persönlichkeit der deutschen Film- und Fernsehlandschaft.

Mit der Rolle des DDR-Spions Günter Guillaume in Oliver Storz´ Im Schatten der Macht beginnt 2003 Matthias Brandts TV-Karriere. Zuvor spielt er nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover über 15 Jahre auf den unterschiedlichsten Bühnen, unter anderem am Schauspielhaus Bochum, dem Nationaltheater Mannheim, am Schauspiel Frankfurt und Schauspielhaus Zürich. Seither ist der Berliner Film um Film zu einem der meist beachteten deutschen Schauspielstars avanciert. In Stephan Wagners In Sachen Kaminski (2005) kämpft er als geistig behinderter Vater um das Sorgerecht für seine Tochter; seine Rollen in Hans Steinbichlers Die zweite Frau (2008) und Isabel Kleefelds Arnies Welt (2005) bringen ihm zwei Grimme-Preise ein. Es folgen der Bayerische Fernsehpreis, die Goldene Kamera und der Bambi. Seit 2011 brilliert Brandt als spröder Wahlmünchner Hanns von Meuffels im Polizeiruf 110. In Zusammenarbeit mit renommierten Autorenfilmer*innen wie Hermine Huntgeburth, Dominik Graf, Christian Petzold und Jan Bonny entsteht eine Reihe individueller Fernsehklassiker. Seinen letzten Auftritt als Kommissar hat Brandt diesen Winter an der Seite von Barbara Auer in Petzolds Tatorte.

Matthias Brandt ist zudem ein gefragter Hörbuchsprecher und Vorleser moderner Klassiker der angelsächsischen und deutschen Literatur wie John le Carrés Der Spion, der aus der Kälte kam und Thomas Manns Der Tod in Venedig. 2010 erhält er den Deutschen Hörbuchpreis für seine Interpretation von Åke Edwardsons Der Himmel auf Erden. Sein im Verlag Kiepenheuer&Witsch erschienener Erzählband Raumpatrouille schafft es auf Anhieb in die SPIEGEL-Bestsellerliste. Aktuell ist er gemeinsam mit dem Pianisten Jens Thomas auf deutschen Bühnen zu sehen.

Im Rahmen unserer Hommage bei HEIMSPIEL 10 wird Ehrengast Matthias Brandt am Sonntag, den 18. November in der Kinolounge ein Gespräch mit unserem Festivalleiter Dr. Sascha Keilholz führen. Brandt ist Teil des herausragenden Ensembles in Christian Petzolds Transit, welcher ebenfalls bei HEIMSPIEL 10 zu sehen sein wird – genauso, wie Jan Bonnys moderner Klassiker Gegenüber.

Wir freuen uns zur Jubiläumsausgabe auf unsere beiden Ehrengäste Iris Berben und Matthias Brandt.

 

Bild ©️Matthias Scheuer

Kinokultur in Regensburg e.V. präsentiert: Vive la fête! / Vive Jean-Paul Belmondo!

Am 29.09. feiert Regensburg das Fest der Kulturen.
Die Kulturvereine und Gastronomen der Stadt bieten an diesem Tag ein vielseitiges und atemberaubendes Showprogramm.
An einem so besonderen Tag dürfen wir natürlich nicht fehlen und so präsentiert der Verein für Kinokultur in Regensburg e.V. zusammen mit unseren Freunden vom Hotel Orphée französische Kinokultur der Extraklasse und ehrt zugleich mit Jean-Paul Belmondo einen der erfolgreichsten Stars des europäischen Kinos.

Begonnen wird um 15 Uhr mit: L’Homme de Rio/Abenteuer in Rio (mit Einführung)
Im Anschluss folgt um 17 Uhr: À Bout de Soufle/Außer Atem
Weiter geht es um 19 Uhr mit: Le Doulos/Der Teufel mit der weißen Weste (mit Einführung)
Den Abschluss bildet um 21 Uhr der Genreklassiker: Le Professionnel/Der Profi

Wir freuen uns, viele von Euch an diesem besonderen Tag begrüßen zu dürfen und Diesen für Euch und mit Euch zu einem besonderen Ereignis zu machen.

Von den Kinosesseln auf die Tanzfläche – HEIMSPIEL freut sich auf das Konzert von AND THE GOLDEN CHOIR

Unser Festival-Wochenende klingt nicht aus, sondern mündet in einem Crescendo der besonderen Art. Am Sonntag, den 18. November um 19 Uhr 30 gastiert And the Golden Choir im Regensburger Ostentor-Kino. Im Rahmen unserer Jubiläumsausgabe 10 gibt sich Tobias Siebert mit einem außergewöhnlichen Projekt die Ehre. Er performt mit einer Band und einem Chor, die beide nicht wirklich im Raum existieren – beziehungsweise nur auf Vinyl und im Klangraum.

Als Ergebnis eines spannenden Prozesses: Siebert schlüpft im Studio in die verschiedensten Rollen, sei es als Gitarrist, Schlagzeuger oder Sänger. Ein Musikinstrument nach dem anderen wird eingespielt und die Fragmente stapeln sich zu einem Stück empor. Beim Live-Act drehen sich die Schallplatten neben ihm im Kreis, während Siebert unterschiedliche zusätzliche Holzinstrumente wie Harmonium, Hackbrett und Mandoline bespielt – plus Gesang. Das Ergebnis ist eine wie aus der Zeit gefallene Musik, die keinen Trends nachläuft. Diese analoge Idee des Golden Choir wird bei den neuen Stücken um digitale Elemente wie Keyboards und Samples erweitert. Der Charme des Goldjungen bleibt derselbe. Pompös arrangierte Instrumentals, melancholische Kompositionen und die unverwechselbare durchdringende Stimme garantieren ein Klangerlebnis der Extraklasse.

Tobias Siebert ist schon lange kein Geheim-Tipp mehr, seine Touren führten ihn bereits quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, genauso in die Niederlande und nach England. Als And the Golden Choir veröffentlichte er zwei Alben, darunter sein neuestes Werk Breaking with Habits und trat unter anderem im ZDF auf. Schon vor And the Golden Choir war Siebert musikalisch aktiv. Er hat zahlreiche Projekte gegründet und produziert, unter anderem sind hier Phillip Boa, Klez.e, Juli, Kettcar, Me And My Drummer, Enno Bunger und Xavier Darcy zu nennen. Auch heute noch arbeitet er als Produzent in Berlin.

Wir freuen uns auf dieses ganz besondere Konzert beim Heimspiel Filmfest 10!

©LOOB Musik

 

HEIMSPIEL FILMFEST freut sich auf Iris Berben, unseren diesjährigen weiblichen Ehrengast!

Im Rahmen unserer Jubiläumsausgabe 10 (14.-21. November 2018) ehren wir mit Iris Berben eine der herausragenden Persönlichkeiten des deutschen Films.
Nicht nur als Präsidentin der Deutschen Filmakademie steht Iris Berben an der Spitze der hiesigen Kinematographie.
Während ihre frühen Klassiker wie Brandstifter (1969) von Klaus Lemke oder Detektive (1969) und Supergirl (1971) von Rudolf Thome längst Filmgeschichte geschrieben haben, kündigen sich die nächsten Großprojekte bereits an: Sönke Wortmanns Re-Adaption von Der Vorname (Le Prénom) des französischen Kultautoren Matthieu Delaporte steht genauso in den Startlöchern wie die beiden auf dem Filmfest München uraufgeführten TV-Produktionen Die Protokollantin von Nina Grosse und Hanne von Dominik Graf.
Als Schauspielerin ist Iris Berben seit Sergio Corbuccis Revolutions-Western Vamos a matar, compañeros (1970) immer auch international gefragt, bis hin zum autopbiographischen Publikumsliebling Eddie the Eagle
(2016) mit Hugh Jackman. Ihre konstant enorme Popularität liegt unter anderem in ihrer schauspielerischen Bandbreite begründet. So begeisterte sie die Zuschauer als urkomische Komödiantin in den Kultformaten Zwei himmlische Töchter (1978) an der Seite von Ingrid Steeger und Sketchup (1985-86) an der Seite von Diether Krebs. Auch Autor und Regisseur Oliver Storz (Beinahe Trinidad, 1985; Das Viereck, 1986) tarierte in seinen frühen Filmen die humoristischen Fähigkeiten des Stars aus. Regisseur Matti Geschonneck (Ein mörderischer Plan, 2000) bildete später eine regelmäßige und äußerst erfolgreiche Arbeitsgemeinschaft mit der Schauspielerin.
Der Straßenfeger Das Erbe der Guldenburgs (1987-1990) war nur eine Serie, die Iris Berbens Vielseitigkeit bewies. Unter anderem in Rosa Roth (1994 – 2013), Die Patriarchin (2004) und Krupp – Eine deutsche Familie (2009), jeweils unter der Regie Carlo Rolas, festigte Iris Berben ihr Image als wandlungsfähige Hauptdarstellerin und Publikumsmagnet. Im Kino brillierte sie als ehemalige Terroristin in Susanne Schneiders Es kommt der Tag (2009) und überzeugte in den Blockbuster-Komödien Traumfrauen (2015) und High Society (2017) von Anika Decker.
Iris Berben glänzt jedoch nicht nur vor der Kamera. Auch abseits des Filmgeschäfts gelingt es ihr, zu beeindrucken. Mit ihrer mal distinguiert distanzierten, mal betörenden Stimme haucht sie diversen Hörbüchern Leben ein. Auch als Autorin findet sie Beachtung. Vor allem aber ihr zivilgesellschaftliches Engagement verleiht ihr einen Sonderstatus. Hierfür wurde sie genauso zahlreich ausgezeichnet, wie für ihr schauspielerisches Wirken. So gesellen sich zu mehrfachen Adolf-Grimme-Preisen, der Goldenen Kamera, dem Bambi, der Romy und dem Bayerischen Fernsehpreis auch der Europäische Kulturpreis und das Bundesverdienstkreuz.
Im Rahmen unserer Hommage bei Heimspiel 10 wird unser Ehrengast Iris Berben am Samstag, den 17. November in der Kinolounge ein Gespräch mit unserem Festivalleiter Dr. Sascha Keilholz führen und im Anschluss ihren neuen Film Hanne mit Regisseur Dominik Graf präsentieren. Dominik Graf hatten wir bei Heimspiel 2 bereits eine Werkschau gewidmet.
In Hanne arbeiten diese beiden großen Solitäre des deutschen Films erstmals zusammen. Iris Berben überzeugt und überragt in der Rolle der titelgebenden Hanne, über deren Leben das Damoklesschwert einer potentiell tödlichen Erkrankung schwebt. Während sie eine genaue Diagnose erwartet, atmet Hanne eine neue Freiheit, die eine unvorhergesehene Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlägt.

Unser Heimspiel Filmfest freut sich daher ganz besonders auf den Ehrengast Iris Berben, deren Hommage ein Highlight im diesjährigen Festivalprogramm ist.

© picture alliance/dpa/ Horst Galuschka