Zombie Zombie-Epidemie im Leeren Beutel

Anbei noch eine kleiner Guerilla-Mitschnitt für all diejenigen, die der gestrigen Zombie Zombie-Epidemie im Leeren Beutel entgangen sind:

Gebettet in retrofuturistischen Elektro-Pop, interpretierten die Franzosen die legendären Filmhymnen John Carpenters und entfesselten ein soundtechnisches Höllenfeuer mitten in der Regensburger Innenstadt.

Mike Hodges in der Domstadt

Mike Hodges

Der Saviour of the Universe ist er nicht, aber inszeniert hat er ihn wie kein anderer: Mike Hodges. Jetzt ist die britische Regielegende in Regensburg angekommen! Heute um 21h30 im Ostentorkino wird er seine Werkschau mit dem ultimativen Gangsterfilmklassiker Get Carter eröffnen. Wer da nicht hinkommt, ist nicht zu retten!

 

Im Gespräch mit Ulrich Matthes

Das war einer der Abende, für die wir Heimspiel machen! Wer gestern im Andreasstadel war, konnte sich davon überzeugen, was für eine faszinierende Persönlichkeit hinter dem Ausnahmeschauspieler Ulrich Matthes steckt. Der Projektion einer komplett neuen 35mm-Kopie von Volker Schlöndorffs berührendem Drama Der neunte Tag folgte ein intensives Gespräch zwischen dem elektrisierten Publikum und Matthes. Der Berliner gab Einblicke in das Handwerk eines Schauspielers, sprach von der Schnittstelle zwischen privater Person und der Identifikation mit der Rolle; über Empathie und Identität. Nach diesem Gespräch ist klar: wir wollen ein Auswärtsspiel, in Berlin, Ulrich Matthes auf der Bühne erleben.

 

Auf ein Wort mit dem Dealer

Der Dealer

Souverän und charismatisch – seiner Filmrolle verblüffend ähnlich – präsentiert sich Dan „The Dealer”  Bronchinson bei einem gemeinsamen Glas Weißwein vor dem Andreasstadel. „Es ist nicht leicht einen Film zu machen”, erzählt der Schauspieler, der bei Dealer erstmals auch die Produktion übernommen hat. „Es ist wirklich schwer, ein langwieriger Prozess. Vor allem ist es teuer”, merkt er grinsend an und trotzt der eisigen Novemberluft. In den Andreasstadel, zur Deutschlandpremiere von Dealer, ist er zu Fuß gegangen. Nicht den ganzen Weg aus Sancerre im Weinanbaugebiet des Département Cher, von dem er schwärmt. Aber zumindest vom Hotel, durch die Altstadt, über die Steinerne Brücke, nach Stadtamhof. Zuzutrauen wäre es dem Drifter, der reichlich eigene Lebenserfahrung in Dealer eingebracht hat, durchaus. Morgen fliegt er erstmal nach Paris. Von da aus schaut er weiter. Regensburg findet er übrigens großartig, lässt er uns wissen. „Ich bin froh, hier zu sein. Es ist eine tolle Stadt. Eine Chance für mich, für den Film, auch für das Festival.” Ein Augenzwinkern bevor er sein Glas leert. Ein Franzose aus Sancerre, der Weißwein liebt. Ein Klischee, das in seinem Film nie vorkommen würde. Es ist wirklich sein Film, das merkt man immer wieder, wenn er vom Dreh, von der Distribution und seinem Leben erzählt, alles ineinanderfließend. Wenn er zwischendurch im Gespräch ein Tempo anschlägt wie im Film. Oder wenn er für ein Foto posiert und plötzlich wahrhaftig zum Dealer wird. Zu später Stunde aber gönnt er sich, anders als seiner Figur, etwas Ruhe: zum Konzert von Zombie Zombie aus seinem geliebten Paris wird er heute Nacht nicht mehr gehen. Er ist schlichtweg zu müde. Auch die toughesten Helden brauchen ab und zu ein bisschen Ruhe.